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Im Sommer 2003 wurde in Großbritannien in einer Filiale der Supermarktkette Tesco von jedem Kunden ein Foto gemacht, der eine Packung Gillette-Rasierklingen aus dem Regal nahm. Kurz darauf wurde an der Kasse festgestellt, ob der Kunde die Packung wirklich bezahlt oder unter seiner Jacke versteckt hatte. Diese Technik, „smart shelf“ genannt, zog allerdings Boykotte und Proteste entrüsteter Verbraucher nach sich, so dass diese Versuche schnell aufgegeben werden mussten. In einem anderen Fall wurden in einer Filiale von Wal-Mart in Broken Arrow/Oklahoma Lippenstift-Verpackungen mit diesen Spionage-Chips ausgestattet. Webcam-Bilder von diesem Regal und den Kunden konnten von Forschern der Firma Procter & Gamble beobachtet werden. Aber nicht im Raum nebenan ... sie saßen 1.200 km entfernt in Cincinnati/ Ohio vor dem Bildschirm! Um die täglich rund 30 Fahrzeugdiebstähle in Malaysia einzudämmen, werden neuerdings Funkchips in die Nummernschilder von Neufahrzeugen eingebaut. Auf diesen Chips sind Daten über Halter und Fahrzeug gespeichert. Sie sind mit einer besonders langlebigen Batterie ausgestattet, die zehn Jahre lang halten soll. Damit kann die Information auf dem Chip auch über relativ weite Entfernungen übertragen werden. Die Polizei kann dann gestohlene Fahrzeuge mit Hand-Scannern vom Straßenrand aus, von Brücken oder an Ampeln gestohlene Fahrzeuge identifizieren. Doch mit wem haben wir es hier zu tun? Die Produkte des Unternehmens werden überwiegend in der Möbelindustrie verwendet. Die Geschäftsaussichten sollen hervorragend sein. 1998 erwarb das Management das Unternehmen vom chinesischen Staat. Die Unternehmensführung bleibt aber auch nach dem Börsengang Mehrheitseigner. Eigenen Angaben zufolge hat GongYou in China einen Marktanteil von 60% bei Maschinen zur Holzverarbeitung und erzielte im Vorjahr ein Umsatzplus von 28%. Der Gewinn erhöhte sich um 45%. Ziel ist es, den Umsatz von zuletzt umgerechnet 19 Mio. Euro bis 2009 auf 34 Mio. Euro zu steigern. Der Jahresüberschuss soll sich von 2,2 Mio. auf 6,2 Mio. Euro erhöhen. Tragen auch SIE schon jetzt einen Big Brother-Chip mit sich herum? Es könnte durchaus sein... Denn auch in Reisepässen werden solche Chips eingesetzt. Die ersten so genannten „e-passports“ wurden 1998 in Malaysia ausgestellt. Zusätzlich zu den im Pass abgedruckten Informationen speichert der Chip auch die gesamte Reise-Historie ab (Zeit, Datum und Ort der jeweiligen Ein- und Ausreise). Seit kurzem stellen auch Großbritannien und die USA „gechippte“ Pässe aus. Alleine die Amerikaner produzierten 2005 10 Millionen Pässe, 2006 schon 13 Millionen. In US-Pässen sind auch biometrische Daten wie ein digitales Foto des Passbesitzers auf dem Chip gespeichert.





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